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Warnung: Betrug!
In einer Mail wurde Ihnen zum Lottogewinn gratuliert? Sie sollen eine Erbschaft eines Ihnen nicht bekannten entfernten Verwandten antreten?
„Lottogewinn, Erbschaft, Hilfe bei Überweisung, Vorauszahlungsbetrug“
Immer wieder erreichen die deutschen Auslandsvertretungen in Spanien Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, die Betrugsdelikten zum Opfer gefallen sind. Die Vorgehensweisen, um an das Geld der Opfer zu gelangen, sind sehr raffiniert. Bitte seien Sie daher besonders vorsichtig und konsultieren Sie in Verdachtsfällen umgehend die Polizei. Betrug ist strafbar.
Über die gängigsten Betrugsmaschen informieren die Polizeistellen, die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, sowie das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. Die untenstehenden Konstellationen sind keine abschließende Aufzählung, aber typische Beispiele für Betrugsversuche mit Spanienbezug. Betrügende lassen sich immer wieder Neues einfallen, um Opfer zu schädigen.
Ziel von kriminellen Gruppen ist es, sich Geld überweisen zu lassen. Hierzu locken sie ihre potenziellen Opfer mit angeblichen Erbschaften, Lottogewinnen oder lukrativen Geldtransfers, zu deren Abwicklung sie die Vorauszahlung einer Bearbeitungsgebühr verlangen. Nach Erhalt der ergaunerten Zahlungen verschwinden sie in aller Regel spurlos.
Eine andere Strategie besteht darin, die Kontoverbindungen potenzieller Opfer zu erfragen und im Anschluss mittels gefälschter Unterschriften bzw. gefälschter Überweisungsaufträge Geldbeträge abzubuchen.
Die Täterinnen und Täter treten meist per E-Mail, Telefax oder mittels spanischer Mobilfunknummern (beginnend mit 0034 6 ...) an ihre potenziellen Opfer heran. Sie geben sich dabei beispielsweise als Anwaltskanzlei oder Bankhaus aus und nutzen regelmäßig die anonymisierte Bezahlung durch Western Union, um ihre Identität zu verschleiern. Der Schriftverkehr besteht oft aus Fragmenten in Deutsch und Englisch, ist häufig mit üppigen Stempeln verziert und zeichnet sich durch knappe Zahlungsfristen aus, um Druck auszuüben.
Die deutschen Auslandsvertretungen in Spanien warnen davor, auf Angebote einzugehen, die ungefragt an Sie herangetragen werden. Unsere Empfehlungen:
- Antworten Sie nie auf derartige Schreiben und nehmen Sie keinerlei Kontakt auf.
- Geben Sie unter keinen Umständen Daten wie Bankverbindungen oder Firmeninterna weiter. Bewahren Sie grundsätzlich wichtige Dokumente wie Bankunterlagen, Pässe, Personalausweise, Policen oder auch Briefbögen Ihrer Firma sicher auf. Geben Sie diese nicht aus der Hand – auch nicht in Kopie.
- Reisen Sie nicht zum Abschluss derartiger „Geschäfte“ ins Ausland. Es besteht ein hohes Risiko – sogar für Ihre persönliche Sicherheit.
Für den Fall, dass Sie einem solchen Betrug zum Opfer gefallen sind, wenden Sie sich bitte auf schnellstem Wege an die örtliche Polizei.
Es wird um Verständnis gebeten, dass die Deutschen Vertretungen in Spanien selbst keine Ermittlungen durchführen oder in die Wege leiten können.