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Beziehungen zu Deutschland

26.04.2018 - Artikel

Stand: April 2018

Politische Beziehungen

Die deutsch-spanischen Beziehungen sind eng und freundschaftlich und werden von einer positiven Grundhaltung der Bevölkerung in beiden Ländern getragen. In Deutschland leben heute rund 130.000 Spanier, nach neueren Schätzungen leben weit über 500.000 deutsche Staatsangehörige dauerhaft, das heißt länger als drei Monate im Jahr in Spanien. Über elf Millionen deutsche Touristen besuchten Spanien im Jahr 2017.
Der bilaterale politische Austausch ist eng. Bundeskanzlerin Merkel war zuletzt am 25. August 2014 auf Einladung von Ministerpräsident Rajoy zu Gast in Spanien. Am 31. August 2015 empfing sie ihn zum Gegenbesuch in Meseberg. Bundespräsident Gauck besuchte Spanien zuletzt auf Einladung des spanischen Königspaares am 1. Februar 2017.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Handelspartner Spaniens, bei den Importen Spaniens liegt Deutschland sogar auf Platz eins. Deutsche Anbieter konnten 2017weiterhin von der kräftigen Nachfrage nach Investitionsgütern und langlebigen Konsumgütern profitieren.
Die Bundesrepublik nimmt bei den Direktinvestitionen eine wichtige Position ein. In Spanien sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank rund 1.313 deutsche Unternehmen (mit einer Bilanzsumme von mehr als 3 Mio. Euro; gemäß dem spanischen Statistikamt INE: 2.022) mit Tochterfirmen oder Beteiligungen vertreten, viele davon mit eigener Produktion. Eine bedeutende Rolle in den Wirtschaftsbeziehungen spielt auch der Tourismus. Im Jahr 2017 stellten 11,9 Millionen Deutsche die drittgrößte Touristengruppe nach Besuchern aus Großbritannien und Frankreich.

Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien sind eng und lebendig. Die wichtigen spanischen Museen zeigen regelmäßig Ausstellungen deutscher Künstler (z.B. „Max Beckmann, figuras del exilio“, ab 23.10.2018 im Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid), namhafte deutschen Orchester sind regelmäßig in Spanien zu Gast (2018 u.a. Berliner Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Münchner Philharmoniker), in beiden Ländern gibt es starkes gegenseitiges Interesse an Literatur und Film. Spanien ist seit mehreren Jahren konstant zweitwichtigster ausländischer Lizenzpartner deutscher Buchverlage, zeitgenössische spanische Autoren wie Javier Marías und Fernando Aramburo fanden und finden sich prominent auf deutschen Bestsellerlisten. Spanien soll 2021 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse werden. Im April 2018 hält die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ zum ersten Mal seit ihrer Gründung ihre Frühjahrstagung in Spanien (Salamanca) ab.
Die Goethe-Institute in Madrid und Barcelona bereichern das kulturelle Angebot und setzen Schwerpunkte beim Kulturaustausch, dem Bildungsdialog und dem Spracherwerb.

Laut Angaben des spanischen Bildungsministeriums lernen in ganz Spanien etwa 120.000 Schüler Deutsch, davon 63.000 an öffentlichen Schulen. Das vom Auswärtigen Amt weltweit geförderte Netz der Partnerschulen (PASCH) umfasst in Spanien derzeit 22 Schulen, darunter sieben personell wie finanziell geförderte Deutsche Auslandsschulen (in Madrid, Barcelona, valencia, Bilbao, Málaga, Santa Cruz de Tenerifa und Las Palmas), die ihren Schülern den Abschluss des deutschen Abiturs ermöglichen. Daneben bestehen zwei Deutsch-Profil-Schulen (DPS) in San Sebastián und Sevilla, sowie zwei deutsche Berufsschulen in Madrid und Barcelona (FEDA-Business School).
Das Deutsche Archäologische Institut ist mit einer Abteilung in Madrid vertreten, die für Spanien, Portugal und Nordafrika zuständig ist.
Zwischen den Hochschulen beider Länder bestehen über 2.500 formelle Kooperationsvereinbarungen. Eine große Zahl von gemeinsamen Forschungsprojekten deutscher und spanischer Institutionen belegt die intensive Zusammenarbeit. Eine wichtige Säule ist dabei die Alexander von Humboldt Vereinigung Spaniens mit einem aktiven Netzwerk ehemaliger Stipendiaten der AvH-Stiftung.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterhält seit November 2011 ein Informationszentrum in Madrid und fördert neun Lektorate für Germanistik an spanischen Universitäten.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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