Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Wirtschaft

23.03.2017 - Artikel

Stand: April 2018

Aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Lage

Spaniens Wirtschaft bleibt auf kräftigem Wachstumskurs und legte im Jahr 2017 um 3,1 % zu. Die spanische Regierung erwartet für das Jahr 2018 ein Wachstum von 2,5 %.

Die Arbeitslosenquote betrug im 4. Quartal 2017 16,55 %, das sind ca. 3,76 Millionen Arbeitslose. Die Beschäftigung nahm zu, im Vergleich zu den beiden Vorjahren jedoch in einem etwas langsameren Rhythmus. Die Jugendarbeitslosigkeit belief sich auf ca. 583.800 Personen.

Nach letzten Einschätzungen der EU-Kommission wird das Haushaltsdefizit im Jahr 2018 voraussichtlich auf 2,4 % des Bruttoinlandsprodukts, und die Staatsverschuldung 96,9 % sinken.

Der Tourismus erwirtschaftet 11,9 % des spanischen Bruttoinlandsprodukts. 2017 verzeichnete Spanien ein weiteres Rekordtourismusjahr mit über 81,8 Mio. ausländischen Besuchern.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist zweitgrößter Handelspartner Spaniens nach Frankreich. Bei den Importen Spaniens liegt Deutschland auf Platz eins vor Frankreich. Spanien steht an 12. Stelle der Handelspartner Deutschlands. Der bilaterale deutsch-spanische Handel lag im Jahr 2017 mit 74,7 Mrd. Euro um 8,4 % über dem Vorjahresniveau. Der Wert der von Deutschland nach Spanien exportierten Waren belief sich im auf 43 Mrd. Euro, eine Steigerung von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Wert der von Spanien nach Deutschland exportierten Waren betrug 31,6 Mrd. Euro und ist 13,6 % gegenüber Vorjahr angestiegen.

Den größten Anteil am deutschen Export nach Spanien hielten Autos und Kfz-Teile, Maschinen, Chemieprodukte und Elektrotechnik/Elektronik. Auch bei den deutschen Importen aus Spanien stehen Kfz und Kfz-Teile an erster Stelle, gefolgt von Nahrungsmitteln, chemischen Erzeugnissen, Maschinen sowie elektrotechnischen Erzeugnissen.

Das Handelsbilanzdefizit Spaniens mit Deutschland wird zu einem beträchtlichen Teil durch die Ausgaben der deutschen Touristen ausgeglichen, die sich in der Dienstleistungsbilanz niederschlagen. Im Jahr 2017 besuchten 11,9 Mio. deutsche Touristen Spanien, ein Plus von 6 % im Vergleich zum Jahr 2016. Mit einem Anteil von fast 15 % an den internationalen Spanien-Besuchern belegt Deutschland Platz zwei hinter Großbritannien (23 %). 2017 reisten 1,2 Mio. Spanier nach Deutschland (+0,4 %).

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sind derzeit 1.313 deutsche Unternehmen mit Tochterfirmen oder Beteiligungen vertreten, viele davon mit eigener Produktion. (Laut Angaben des spanischen Statistikamts INE, das auch deutsche Tochtergesellschaften berücksichtigt, deren Bilanzsumme unter 3 Mio. Euro liegt, beläuft sich die Zahl auf 2.022 Unternehmen.) Die Geschäftstätigkeit deutscher Niederlassungen in Spanien sichert laut Statistik der Deutschen Bundesbank zufolge 206.000 direkte Arbeitsplätze in Spanien. Rund 60 % der spanischen Tochtergesellschaften haben zugleich die Funktion einer „Drehscheibe“ und sind für die deutschen Stammhäuser auch in Drittmärkten, insbesondere in Portugal, Lateinamerika und in Nordafrika, tätig.

Die deutschen Investitionen in Spanien haben in den letzten Jahren wieder zugenommen. Im Jahr 2017 beliefen sich die Bruttodirektinvestitionen auf 3,3 Mrd. Euro und erreichten damit einen Anteil von 13,5 % an den Gesamtinvestitionen in Spanien.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen